Metabolisches Syndrom

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Das tödliches Quartett

Die vier tückischen Einzelerkrankungen des metabolischen Syndroms

Übergewicht: Bereits ein Body-Mass-Index von 25 bedeutet Übergewicht; ab der kritischen Grenze von 30 spricht man von Adipositas, also schwerem Übergewicht. Vor allem Fett, dass sich um Taille und Bauch ansammelt – der so genannte Apfel-Typ – ist gefährlich, daher ist beim metabolischen Syndrom der Taillenumfang entscheidend. Aber: jedes Übergewicht fördert alle drei anderen Risikofaktoren.

Grenzwert: ab einem Taillenumfang von 102 cm bei Männern
und 88 cm bei Frauen steigt das Risiko deutlich, aber schon
94 cm bei Männern und 80 cm bei Frauen sollten zum
Umdenken anregen.


Diabetes Typ 2
, also die Zuckerkrankheit und bereits ihre Vorstufen (z.B. ein Nüchternblutzuckerwert zwischen 100 und 125 mg/dl), sind das zweite Merkmal des metabolischen Syndroms. Diabetes entwickelt sich meist unbemerkt und schleichend – man spürt gar nichts. Die Krankheit beginnt oft mit einer Insulinresistenz, die aber keine Beschwerden verursacht und schwer zu messen ist. Insulin bringt üblicherweise hohe Blutzuckerwerte nach dem Essen wieder auf Normalniveau. Übergewicht führt oft zu einer Insulinresistenz. Wenn man dann zu viele Kohlenhydrate isst, kann der Körper die rasche Anflutung des Zuckers nicht mehr schnell genug abfangen, obwohl die Bauchspeicheldrüse auf Hochtouren läuft. Wenn die Bauchspeicheldrüse diesem „Stress“ nicht mehr gewachsen ist und nicht mehr genügend Insulin bereitstellen kann, beginnt der Blutzucker anzusteigen, und schließlich entsteht eine Diabetes.

Grenzwert: Nüchternblutzucker von 100 mg/dl und mehr.

Fettstoffwechselstörungen: sind der dritte Faktor, der das metabolische Syndrom ausmacht. Die verschiedenen Blutfette sind verändert; die „guten“ HDL-Werte sind zu niedrig und die Triglyceride, erhöht. Das begünstigt langfristig Ablagerungen in den Arterien – genauso, wenn das „schlechte“ LDL-Cholesterin zu hoch ist.

Grenzwerte: Triglyzeride ab 150 mg/dl und HDL-Cholesterin-
werte unter 50 mg/dl bei Frauen und unter 40 mg/dl bei Männern.

Bluthochdruck bedeutet, dass der Druck in den Gefäßen über dem normalen Wert liegt. Sehr häufig ist Übergewicht die Ursache, da das Herz dann mehr Blut durch die Adern pumpen muss. Der hohe Druck beschädigt die Blutgefäße und begünstigt Ablagerungen und kann schließlich zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen.

Kritisch sind Werte über 130/85 mgHg. Je höher,
desto dringlicher ist eine Behandlung.

„Eine ernsthafte Umstellung unserer Ernährungsgewohnheiten – zum Beispiel, indem wir u.a. verarbeitete Lebensmittel mit gesättigten Fettsäuren durch Nahrungsmittel mit einem guten Fettsäuremuster wie Walnüssen ersetzen – in Verbindung mit mehr körperlicher Aktivität kann positiv auf alle vier Faktoren des metabolischen Syndroms wirken.“

Prof. Joan Sabaté, Loma Linda Universität

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Bitte beachten Sie: eine grundlegende Umstellung des Lebensstils sollte immer von einem Arzt begleitet werden. Die hier abgebildeten Anregungen der California Walnut Commission können Ihnen dabei helfen einen gesunden Lebensstil zu finden; sie können jedoch keinesfalls eine professionelle Beratung ersetzen.

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